Daniel Ellsberg

Daniel Ellsberg

Der amerikanische Ökonom und Friedensaktivist Daniel Ellsberg, der am 07. April 1931 geboren wurde, hatte während seiner Arbeit für die RAND Corporation Zugang zu den geheimsten Dokumenten des Pentagon. Diese sogenannten Pentagon-Papiere enthielten unter anderem verschiedenste Informationen über die Präsidenten der Vereinigten Staaten und deren Rolle im Vietnamkonflikt. Die darin enthaltenen Informationen zeichneten dabei ein deutlich anderes Bild hiervon wie das, was in der Öffentlichkeit kommuniziert wurde.

Daher kopierte Daniel Ellsberg insgesamt 47 dieser Ordner und bot sie der New York Times sowie der Washington Post an. Am 13. Juni 1971 begann die New York Times schließlich damit, diese Dokumente zu drucken, sodass die Öffentlichkeit zum großen Teil über die Täuschungsversuche der Regierung während des Vietnamkrieges informiert wurde.

Dennoch versuchte die damalige US-Regierung, um den Präsidenten Richard Nixon, in der Folge weitere Veröffentlichungen zu verhindern und nach drei Ausgaben wurden weitere Veröffentlichungen verboten. Doch daraufhin gab Ellsberg die Dokumente an 18 weitere Zeitungsverlage weiter, denen allerdings ebenfalls die Veröffentlichung untersagt wurde. Dieser Konflikt mündete dann schließlich in einer Entscheidung des obersten Gerichtshofes, welche die Veröffentlichung der Pentagon-Papiere erlaubte.

Trotzdem wurde Daniel Ellsberg 1971 als Spion der Prozess gemacht, worauf ihm 115 Jahre in einem Gefängnis drohten. Jedoch war der Prozess schlussendlich noch vor dem eigentlichen Beginn beendet, nachdem bekannt geworden war, dass Richard Nixon den Befehl dazu gegeben hatte, Ellsberg ausspionieren zu lassen.

Nach der Offenlegung der Pentagon-Papiere engagierte sich Ellsberg auch politisch und 1973 wurde das Verfahren gegen ihn, aufgrund von juristischen Verfahrensfehlern, eingestellt. Heute hält Daniel Ellsberg unter anderem Vorträge über aktuelle politische Vorgänge, wie über das Vorgehen der Vereinigten Staaten im Irak, woraufhin er von George W. Bush stark kritisiert wurde und er ist zudem auch für das Massachusetts Institute of Technology tätig.

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